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Im September forderten 8797 E-Mails von Campact-Aktiven Wirtschaftsminister Glos und Landwirtschaftsminister Seehofer auf, eine Richtlinie der EU-Kommission für mehr Transparenz über die EU-Agrarsubventionen nicht länger zu blockieren. Die Minister wollten eine Veröffentlichungspflicht erst ab einer Subventionszahlung von mehr als 2 Millionen Euro greifen lassen – womit faktisch alle Zahlungen ausgenommen worden wären. Wir hatten Erfolg: Glos und Seehofer gaben ihre Blockadehaltung auf. Jetzt haben sich EU-Kommission, EU-Rat und EU-Parlament endgültig auf die Transparenzrichtlinie geeinigt. Ab 2009 erhalten wir Bürger/innen Informationen darüber, wer wieviel von den jährlich 40 Mrd. Euro Agrarsubventionen erhält.
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Jeder und jede von uns zahlt im Jahr durchschnittlich 250 Euro an Steuern in die Kasse der Europäischen Union. Davon fließen 100 Euro allein in den Agraretat. Dies wäre gut eingesetztes Geld, wenn damit eine Landwirtschaft gefördert würde, die die Umwelt wenig belastet, gesunde Lebensmittel erzeugt, für eine artgerechte Tierhaltung sorgt und Arbeitsplätze in der Landwirtschaft sichert. Doch weit gefehlt: Die meisten Subventionen füllen die Taschen der industriellen Landwirtschaft und großer Lebensmittelkonzerne. Sie begünstigen Umweltverschmutzung und zerstören die Lebensgrundlage von Kleinbauern im Norden und im Süden. Mehr im 5-Minuten-Info / Hintergrundinfos der Transparenzinitiative
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