Klimakrise Protest AfD Feminismus LGBTQIA* Globale Gesellschaft Alltagsrassismus Europa Migration CDU

Im September können alle wahlberechtigten Berliner*innen das nächste Abgeordnetenhaus (AGH) wählen. Angesichts der immer schlimmer werdenden Auswirkungen der Klimakrise sind diese Wahlen für die Zukunft des Planeten und des Lebens in Berlin von entscheidender Bedeutung. Als überparteiliche Bewegung fordern wir von allen demokratischen Parteien Maßnahmen ein, die unser Berlin sozial gerecht klimaneutral und klimaangepasst machen.

Petition: Hitzealarm: Reiche entlassen!

Überlastete Notaufnahmen, rationiertes Trinkwasser, aufgesprengte Straßen: Statt den Folgen der Klimakrise etwas entgegenzusetzen, vertritt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) lieber die Interessen der Gaslobby. Auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, fordert Fridays for Future Deutschland die Entlassung von Lobbyministerin Reiche. Mach mit!

Bisher sieht es jedoch nicht so aus, als würden die derzeit Regierenden die Klimakrise ernst nehmen und bekämpfen wollen. „Die CDU lobt sich für den neuen Berliner Wärmeplan, doch auch dieser ist letztendlich nur Ausdruck politischer Planlosigkeit“, sagte Annkatrin Schwirten, Pressesprecherin von Fridays for Future Berlin, bei einer Pressekonferenz am 2. Juli

Aufgaben für das nächste Abgeordnetenhaus

Bei dieser Pressekonferenz haben wir auf großen Plakaten unsere Forderungen für die AGH-Wahl präsentiert. Sie sind notwendig, um der Klimakrise angemessen entgegenzutreten. Entscheidend sind die Bereiche Mobilität, Energie- und Wärmewende, Wohnen und Bauen, Bildung sowie Stadtplanung und Klimaanpassung. Wirkliche Veränderungen, nachhaltige Zukunftsorientierung und Schutz vor den Auswirkungen der Klimakrise müssen zusammen gedacht werden. 

Konkret fordern wir: 

  • Mobilität muss klima- und menschenfreundlich gestaltet sein. Dafür brauchen wir mehr öffentlichen Nahverkehr und ein besseres Netz – dasselbe gilt für Fahrradwege. Berlin muss eine Stadt für Menschen statt für Autos sein.
  • Berlins Energieversorgung muss 100 Prozent erneuerbar sein. Für Klimaneutralität ist eine Energie- und Wärmewende unerlässlich. Wir brauchen ein eigenes Erneuerbare-Wärme-Gesetz, für einen kompletten Wechsel auf erneuerbare Heizsysteme bis 2035. Die Kosten für diese und weitere Maßnahmen dürfen nicht auf den Schultern der Bevölkerung lasten. Unsere Versorgung muss sozial gerecht geregelt sein. 
  • Wohnen und Bauen liegen in unserer Stadt derzeit fest in der Hand von Investoren. Großkonzerne machen Millionengewinne mit unseren Mieten, zwei Millionen Quadratmeter Bürofläche stehen leer, bestehende Gebäude sind unzureichend für die Folgen der Klimakrise gerüstet. Wir brauchen flächendeckend mietenneutrale, energetische Sanierung. 
  • Klimaschutz und Bildung gehen Hand in Hand. Damit junge Menschen auf ihre zukünftige Lebensrealität vorbereitet sind, muss die Klimakrise in Bildungseinrichtungen thematisiert werden.
  • Berlin braucht eine entsprechende Stadtplanung und Klimaanpassung, um seine Bevölkerung vor Hitze zu schützen. Die städtische Infrastruktur muss für die Menschen gemacht sein: Mehr Trinkbrunnen, Entsiegelung und Änderungen zur Schwammstadt sind dafür notwendig.     

Die ausführlichen Forderungen könnt ihr auf der Website von Fridays for Future Berlin nachlesen.

Bis dahin: Demos und Aktionstage

Wir müssen endlich vorbereitet sein und die Zukunft unseres Planeten und unserer Stadt schützen. Unabhängig von Bezirk oder Einkommen müssen alle Menschen mit erneuerbarer Energie versorgt und vor Hitzewellen und anderen Katastrophen geschützt werden. Statt Fahrradwege zurückzubauen brauchen wir mehr. Statt zuzusehen, wie die Technische Universität ein Gebäude nach dem anderen wegen Baumängeln schließen muss, sollte eine umfassende, nachhaltige Sanierung aller Bildungseinrichtungen anstehen. 

Bis das geschieht fordern wir laut unsere Maßnahmen, bei Demos in Mitte und in den Kiezen, Protesten an der TU, auf Pressekonferenzen. Für eine lebenswerte Stadt, die ihren Beitrag zur Klimagerechtigkeit leistet!


Die nächsten Demos von Fridays for Future finden heute, am 10. Juli 2026, statt. Unter dem Motto „Klima schützen, Reiche entlassen!“ gehen in Berlin und ganz Deutschland Tausende auf die Straße. Statt einer egoistischen Lobby-Politik, wie sie Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) gerade verfolgt, fordern die Demonstranten Klimagerechtigkeit und einen konsequenten Wandel – für eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen.

Finde hier einen Streikort in Deiner Nähe

Autor*innen

Fridays for Future ist Teil der internationalen Klimagerechtigkeitsbewegung. Seit 2018 mobilisieren sie Millionen für Klimagerechtigkeit und den Kampf gegen die Klimakrise auf die Straßen. Mit ihren Freitagsstreiks bauen die Aktivist*innen politischen Druck auf und kämpfen gegen Ungerechtigkeiten. Alle Beiträge

Auch interessant

AfD Campact-Team Montagslächeln: Parteitag der AfD Mehr erfahren
Bahn Matthias Flieder Asphalt am Limit Mehr erfahren
Gesundheit Juli Katz Bäume nur für Reiche Mehr erfahren
Klimakrise Campact-Team Montagslächeln: Hitzewallungen Mehr erfahren
Feminismus WeAct-Team Mit Collien Fernandes gegen männliche Gewalt Mehr erfahren
Klimakrise Fridays for Future Berlin Verwalten statt lösen hat gravierende Folgen Mehr erfahren
Klimakrise Campact-Team AMOC: Fällt demnächst Europas Heizung aus? Mehr erfahren
Klimakrise Matthias Flieder Flugsteuer: Millionen verfeuert Mehr erfahren
Medien Campact-Team „Nius“ und BVG: Campact macht ehrliche Werbung Mehr erfahren
Energie Christoph Bautz Windrad-Weltrekord auf den Ruinen der Vergangenheit  Mehr erfahren