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Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Nach derzeitigen Umfragen hat die AfD eine reelle Chance, eine Alleinregierung zu stellen. Dafür hat der gesichert rechtsextremistische Landesverband schon besorgniserregende Pläne.

Du fragst Dich, wie eine AfD-Alleinregierung in Sachsen-Anhalt verhindert werden kann? Warum die AfD gefährlich ist und ob man sie nicht einfach mal regieren lassen sollte? Oder ob „strategisch zu wählen“ überhaupt legitim und sinnvoll ist? 

Alle weiteren Informationen zu unserer Kampagne „Strategisch wählen“ findest Du hier.

Warum wir „Strategisch wählen“ empfehlen

Wir wollen eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt verhindern und starten deshalb eine Kampagne zum „Strategisch wählen“. Denn scheitern SPD und Grüne an der Fünf-Prozent-Hürde, werden ihre Stimmen bei der Sitzverteilung nicht berücksichtigt.

Das Problem daran ist, die AfD könnte dadurch deutlich mehr Mandate erhalten, ohne eine einzige zusätzliche Stimme zu gewinnen. Die Wahrscheinlichkeit einer AfD-Alleinregierung würde massiv steigen. Entscheidend für Sachsen-Anhalt ist deshalb, dass SPD und Grüne in den Landtag einziehen.

Die Grafik zeigt die Sitzverteilung im Landtag in Sachsen-Anhalt in zwei Szenarien: Einmal schaffen es SPD und Grüne über die Fünf-Prozent-Hürde und einmal nicht.

Wir machen eine Parallelaktion

Unsere Kampagne zu „Strategisch wählen“ läuft als sogenannte Parallelaktion. Das heißt: Wir machen eigenständig Wahlwerbung, die bestimmten Parteien zugutekommt – aber ohne Auftrag oder Steuerung durch diese Parteien.

Die Gesamtkosten melden wir den Parteien, die sie an den Bundestag weitergeben. Dort werden die Kosten im Transparenzregister veröffentlicht. Diese Transparenz ist uns wichtig.

Allerdings unterscheidet das Transparenzregister schlicht nicht zwischen Parallelaktionen und Parteispenden. Besonders rechtsextreme und rechts konservative Akteure verbreiten deshalb gerne, wir würden staatliche Fördermittel oder Spendengelder auf Parteikonten weiterleiten.

Um es deutlich zu sagen: Campact erhält keine Fördermittel und spendet kein Geld an Parteien im Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt.

Gesamtkosten für unsere Kampagne „Strategisch wählen“ 

Für unsere Kampagne verwenden wir keine staatlichen Mittel. Campact finanziert die Kosten aus privaten Spenden. Die Kosten verteilen sich auf folgende Bereiche:

  • Postwurfsendung: 160.000 Euro
  • Plakate: 50.000 Euro
  • Anzeigen Print: 100.000 Euro
  • Anzeigen Digital: 230.000 Euro
  • Agenturleistungen: 80.000 Euro

Gesamtkosten für die Kampagne: 620.000 Euro

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kommt es auf jede Stimme an. Doch durch die Fünf-Prozent-Hürde könnten viele demokratische Stimmen verloren gehen. Um das zu verhindern, empfehlen wir, strategisch zu wählen. Du fragst Dich, wie das konkret funktioniert? Oder ob das überhaupt legitim und sinnvoll ist?

Alle weiteren Informationen zu unserer Kampagne „Strategisch wählen“ findest Du hier.

FAQ zur “Strategisch wählen” Kampagne

Wir überweisen kein Geld an SPD oder Grüne. Die Parteien erhalten von uns weder Wahlkampfbudget noch Spenden für ihre eigenen Kampagnen. Wir rufen aus eigener Initiativen zur Wahl dieser Parteien auf, um eine AfD-Regierung zu verhindern. Das ist eine sogenannte Parallelaktion.

SPD und Grüne entscheiden nicht darüber, welche Botschaften wir verbreiten, welche Motive wir verwenden oder wo wir Anzeigen schalten. Campact führt eine eigenständige Kampagne durch – unabhängig von den Parteien. 

Aber wir haben SPD und Grüne über unsere Kampagne und die geplanten Kosten informiert. Beide Parteien konnten unsere Parallelaktion gänzlich ablehnen oder ihr zustimmen.

Unsere Analyse ergibt, dass Stimmen für SPD und Grüne am wahrscheinlichsten eine AfD-Alleinregierung verhindern. Diese Empfehlung folgt keiner Parteiloyalität, sondern ergibt sich aus der politischen Lage in Sachsen-Anhalt. Campact ist überparteilich und empfiehlt Grüne und SPD in diesem konkreten Fall nur, weil damit bestenfalls die AfD aufgehalten werden kann.

Das ist eine politische Werbemaßnahme, die eine Organisation eigenständig zugunsten einer oder mehrerer Parteien macht. Also parallel zum Wahlkampf dieser Parteien, aber ohne von ihnen beauftragt oder gesteuert zu werden.

Autor*innen

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