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Quelle: Erl / toonpool.com

Endlich Regen! In weiten Teilen Westdeutschlands kühlt es endlich ab, stellenweise gibt es sogar leichten bis mäßigen Regen. Also sind Waldbrände, Hitze und Co. jetzt endlich als Thema vom Tisch? Das wünscht sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wahrscheinlich; so stellt ihn auch die Karikatur von Erl dar. Das Gegenteil ist allerdings der Fall. Wenn die akuten Brandherde (im wahrsten Sinne des Wortes) beseitigt sind, müssen wir in die Prävention gehen. Damit die nächsten Sommer nicht so aussehen wie der in diesem Jahr. Das scheinen alle zu wissen – außer Kanzler Merz.

Kritik an Reaktion des Kanzlers

In ganz Deutschland wüten Waldbrände. Der Kanzler bedankt sich über Social Media bei den Einsatzkräften – immerhin etwas. Eine Reaktion darüber hinaus? Fehlanzeige. Die größten Bewegungen in der frisch durchgewürfelten Koalition gab es noch, als es um die mögliche Aufhebung des Sonntagsfahrverbotes ging. Schließlich leide die Wirtschaft sehr unter dem Niedrigwasser auf den Wasserstraßen – also akuten Folgen der Hitze und der Klimakrise.

Der Koalitionspartner SPD nimmt hingegen die Bevölkerung in den Blick. Umweltminister Carsten Schneider und weitere SPD-Minister wollen im Grundgesetz festschreiben, dass Bund und Länder bei Klimaanpassung und Naturschutz zusammenwirken. Die Union lehnt diesen Vorstoß bislang ab – Schneider versuche hier einen Alleingang. Leicht gesagt für jemanden, der sich beim Thema Hitzeschutz bislang gar nicht rührt. Da kann auch nur irgendeine Bewegung direkt wie ein schneller Vorstoß aussehen.

Bessere Feuerbekämpfung und Vorsorge

Die Bundestagsfraktion der Grünen nimmt parallel noch die Waldbrandsituation mit in den Blick. Deutschland sei nicht gut auf solche Fälle vorbereitet. „Friedrich Merz muss jetzt handeln und erklären, wie er die Menschen in Zukunft besser vor den Folgen der Klimakrise schützen will“, sagte dazu Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge.

Die Grünen fordern die Bundesregierung auf, eine nationale Feuermanagementstrategie zu erarbeiten. Dabei geht es aus ihrer Sicht nicht nur darum, Feuer zu bekämpfen, sondern auch um bessere Vorsorge. Auch die Nachsorge und die Wiederherstellung verbrannter Flächen müsse Teil einer solchen Strategie werden. Kurzum: Eigentlich alle sagen, dass irgendwas passieren muss. Nur die Union und ihr Kanzler Merz rühren sich nicht.

Der allgemeine Vorwurf ist: der Kanzler kümmere sich nicht genug um die spürbaren Folgen der Klimakrise – und das in einem Sommer mit Tausenden Hitzetoten, Schäden an der Infrastruktur und Menschen, die vor Waldbränden fliehen müssen. „Der Kanzler scheint in eine Art Schockstarre verfallen zu sein“, sagt Dröge. „Anders kann man sein Abtauchen angesichts einer Krise dieses Ausmaßes nicht mehr erklären.“


Der diesjährige Sommer zeigt nur den Anfang dessen, was uns in den nächsten Jahren erwarten wird. Campact unterstützt deshalb die Petition von GermanZero, die fordert, dass Investitionen dorthin fließen, wo sie das Klima und Menschen vor Hitze schützen. Die konkreten Forderungen: Zweckentfremdung des Klimafonds stoppen, keine Kürzungen bei der Förderung für Wärmepumpen mit Kühlfunktion und ein Hitze-Sofortprogramm! Über 140.000 Menschen haben sich der Petition bereits angeschlossen. Sei auch Du dabei:

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