Es steht viel auf dem Spiel: Vor allem die vier dominierenden Energiekonzerne E.on, EnBW, RWE und Vattenfall wollen in Deutschland den Neubau von mehr als 30 Kohlekraftwerken durchsetzen (Karte). Das Klimaschutz-Ziel der Bundesregierung, bis 2020 (gegenüber 1990) 40 Prozent weniger CO2 auszustoßen, ist so nicht zu erreichen. Stattdessen würde eine ineffiziente Stromerzeugung aus fossilen Energien auf Jahrzehnte zementiert. Dies müssen wir verhindern!
Wir brauchen eine konsequente Wende hin zu einer klimafreundlichen Stromerzeugung, die auf Erneuerbaren Energien und effizienten Gaskraftwerken und nicht auf Kohle- und Atomkraft beruht. Dies ist eine Generationenaufgabe. Unsere Politiker/innen müssen jetzt die Weichen für eine nachhaltige Energiezukunft stellen, statt noch eine neue Generation von Kohle- und Atomkraftwerken zuzulassen, die dann bis über die Mitte dieses Jahrhunderts hinaus betrieben würde.
Mit einem weiteren Zubau von Kohlekraftwerken setzen die Energiekonzerne auf eine Dinosaurier-Technologie:
Die Kohlelobby behauptet, mit neuen Kohlekraftwerken würde bald kein CO2 mehr in die Atmosphäre freigesetzt. Deutschland werde bei seiner Energieversorgung unabhängig. Einige argumentieren, nur mit neuen Kohlekraftwerken sei der Atomausstieg möglich (Mehr zur Lobbyoffensive bei klima-luegendetektor.de). Diese Argumente halten einer Prüfung nicht stand:
Bisher hat die Lobby der Energiekonzerne wirksame Schritte der Politik gegen den Neubau von Kohlekraftwerken verhindert. Sie hat insbesondere dafür gesorgt, dass das Europäische Emissionshandelssystem bisher keine Hürde gegen die Neubaupläne ist. Die Verschmutzungsrechte werden großenteils kostenlos den Konzernen zur Verfügung gestellt. Ein viel zu hohes Angebot an Emissionszertifikaten hat deren Preis zudem massiv fallen lassen (Mehr bei wir-klimaretter.de). Deshalb muss die Bundesregierung jetzt auf nationaler Ebene wirkungsvolle Schritte gegen neue Kohlekraftwerke unternehmen.
Damit keine Kohlekraftwerke, sondern nur noch effiziente und Klima schonende Anlagen gebaut werden, muss die Politik
Bisher stellen sich die Regierungsparteien bisher hinter die Neubaupläne der Energiekonzerne. Mit unserer Kampagne organisieren wir öffentlichen Druck, damit sich dies ändert.