Jetzt ist es schlimme Gewissheit: Die AfD hat in Sachsen-Anhalt 43,8 Prozent erreicht. Das trifft Millionen Menschen hart, nicht nur in Sachsen-Anhalt. Die AfD will Grundrechte abschaffen, die Zivilgesellschaft zerstören und Minderheiten drangsalieren. Auf dem Weg zu bundespolitischer Macht haben die Rechtsextremen einen großen Erfolg erzielt. Viele haben gestern Abend vor Fassungslosigkeit geweint, während Rechtsextreme feixten.
Zudem droht jetzt das Ungeheuerliche: AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund könnte die erste rechtsextreme Regierung in Deutschland seit dem Ende der Nazi-Diktatur führen. Das BSW, das knapp über die Fünf-Prozent-Hürde gesprungen ist, oder auch einzelne Überläufer aus der CDU könnten ihm zur Mehrheit verhelfen. Für uns ist klar: Wir werden in den nächsten Wochen alles in Bewegung setzen, um dieses Albtraum-Szenario zu verhindern.
Protestwelle gegen die AfD
Wenn Du diesen Text liest, haben wir bei Campact begonnen, eine riesige Protestwelle zu unterstützen, die Aktive gerade überall im Land anschieben – in so vielen Städten und so groß wie möglich. Heute geht es los in Berlin und etlichen anderen Städten. Für Samstag bereiten wir zusammen mit regionalen Bündnissen Demos im ganzen Land vor. Die Botschaft: Niemals wieder dürfen Rechtsextreme in Deutschland regieren.
Zeit zum Handeln: AfD stoppen
Campact ruft gemeinsam mit Fridays for Future heute, um 18 Uhr, zu einer Kundgebung in Berlin auf. Schließe Dich an und setze ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und für eine starke demokratische Zivilgesellschaft.
Zudem werden wir jetzt die Zivilgesellschaft stärken. Denen, die mit Blick auf das Wahlergebnis die Brandmauer zur AfD schleifen und ihre Botschaften normalisieren wollen, zeigen wir: Nicht mit uns Millionen Demokrat*innen. Wir halten zusammen, wir zeigen Solidarität, wir schützen die Menschen, deren Angst jetzt wächst – in Sachsen-Anhalt und überall. In Vereinen, die vor Ort für die Demokratie einstehen. In Initiativen, die Menschen in Not unterstützen, aber jetzt um ihre Existenz fürchten.
Die Arbeit gegen die AfD hat uns in den letzten Monaten ungeheuer gefordert. Jetzt wollen wir sie noch weiter intensivieren. Konkret heißt das:
- Wir setzen jetzt alles daran, Einfluss auf das BSW und die CDU zu nehmen: Zusammen mit ganz vielen Menschen in Sachsen-Anhalt wollen wir verhindern, dass das BSW oder auch einzelne Abgeordnete der CDU Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten machen. Wenn wieder Hunderttausende auf den Straßen sind, wird dies auch das BSW – ursprünglich gegründet auch als Projekt gegen die AfD – vor eine Zerreißprobe stellen.
- Wir verteidigen die Brandmauer: Die AfD ist und bleibt verfassungsfeindlich. Sie ist keine Option für Koalitionen, gemeinsame Mehrheiten oder Absprachen. Campact stemmt sich gegen alle, die im Sachsen-Anhalt-Sieg ein Startsignal für eine Zusammenarbeit mit der AfD sehen.
- Wir unterstützen die bedrohte Zivilgesellschaft in Sachsen-Anhalt: Sollte Siegmund es doch an die Regierung schaffen, wird die AfD sehr schnell Geld für Vereine und demokratische Initiativen streichen, etwa bei der Mobilen Beratung gegen Rechts oder den Beratungsstellen gegen rechtsextreme Gewalt. Diesen Menschen steht Campact zur Seite, auch finanziell.
- Wir bekämpfen das AfD-Vorfeld: Zahlreiche Empörungsmedien wie Nius oder Compact verbreiten Propaganda und Fake News, um der rechtsextremen Partei zu helfen. Diverse YouTube- oder TikTok-Accounts verdienen Geld mit Werbung auf ihren Hass-Kanälen. Dieses perfide System macht Campact mit Kampagnen öffentlich und nimmt dabei auch Unternehmen in die Pflicht.
Du siehst: Wir haben Pläne und wollen sie so schnell wie möglich umsetzen. Doch sie fordern uns finanziell – und zwar auf lange Zeit. Gut ist: Über 4,5 Millionen Menschen sind mit Campact verbunden. Niemand ist allein. Das werden wir nutzen. Unzählige stehen bereit, sich mit aller Kraft gegen die AfD zu wehren. Wir setzen darauf, dass auch Du dabei bist. Daher bitten wir Dich heute von Herzen: Fördere Campact ab mit Deiner regelmäßigen Spende. Stell Dich genau jetzt an die Seite von Freiheit und Demokratie.