2024 startete mit einem Moment, der das ganze Land bewegte. Die erschütternde Correctiv-Recherche über ein Geheimtreffen von Rechtsextremen und AfD-Funktionären löste landesweite Proteste aus. Über vier Millionen Menschen gingen auf die Straße – eine der größten Mobilisierungen in der Geschichte der Bundesrepublik. Ob in Großstädten oder Dörfern: Die Menschen stellten sich entschieden gegen Hass und Hetze.
Campact als Motor der Demokratiebewegung

Campact e.V. war ein zentraler Motor der Proteste. Wir haben lokale Initiativen dabei unterstützt, Demonstrationen zu organisieren, Engagierte vernetzt, Aufkleber, Plakate und Bühnenmaterial bereitgestellt, mit Know-how geschult – und sie ermutigt, Haltung zu zeigen. Ohne diese gezielte Unterstützung und Finanzierung durch Campact wären viele Proteste, vor allem in kleineren Städten, kaum möglich gewesen. Und der Protest zeigte Wirkung: Die AfD verlor an Zustimmung und schnitt bei der Europawahl schlechter ab als erwartet.
Erfolge gegen die AfD in Thüringen
Doch damit gaben wir uns nicht zufrieden. Im thüringischen Saale-Orla-Kreis haben Demokrat*innen – mithilfe einer Kampagne des Campact e.V. samt Plakaten, Postkarten und Anzeigen – die Wahl eines AfD-Landrats verhindert. In sechs weiteren Thüringer Landkreisen trugen wir mit Aktionen dazu bei, dass AfD-Kandidaten in Stichwahlen scheiterten.


Rund 200.000 Anti-AfD-Sticker zeigten im Alltag deutlich, wo die Mehrheit der Menschen in Deutschland steht.
Gemeinsam für starke Verfassungsgerichte
Fast 400.000 Engagierte forderten mit einem Appell erfolgreich Gesetzesänderungen zum Schutz der Verfassungsgerichte – mit Erfolg. Und über 600.000 Bürger*innen forderten die Prüfung eines AfD-Verbots der schon früh als rechtsextrem eingestuften Landesverbände. Ein kraftvolles Zeichen dafür, dass wir unsere Demokratie entschlossen verteidigen.
Europawahl: Europa bleibt stabiler als befürchtet
Vor der Europawahl riefen wir gemeinsam mit vielen Bündnispartner*innen zum Widerstand gegen den Rechtsruck und den Vormarsch rechtsextremer Parteien auf. Über 240.000 Menschen demonstrierten in Berlin, Köln, Dresden und zahlreichen anderen Städten, unterstützt von bekannten Künstler*innen. Europa blieb stabiler als befürchtet – auch durch diesen Einsatz.
Druck auf TikTok und PayPal: Propaganda stoppen, Geldflüsse kappen
Auch danach haben wir nicht locker gelassen: Gemeinsam mit mehr als 300.000 Unterstützer*innen forderten wir von TikTok, rechtsextreme Propaganda konsequent zu stoppen. Wir appellierten öffentlich an PayPal, die Spendenkonten der AfD zu sperren.
Mit dem Bumerang-Fonds Angriffe in Stärke verwandeln
Mit dem Bumerang-Fonds verwandelten wir rechtsextreme Angriffe in finanzielle Unterstützung für Demokratinnen vor Ort. In Thüringen, Sachsen und Brandenburg engagierten wir uns mit Kampagnen rund um die Landtagswahlen – und setzten alles daran, eine Sperrminorität der AfD in den Landtagen zu verhindern.
Klimaschutz bleibt zentral

2024 war auch ein Jahr, in dem wir uns weiter entschlossen für mehr Klimaschutz eingesetzt haben. Wir unterstützen zwei große Klimastreiks von Fridays for Future – im März mit mehr als 100.000 und im September mit über 75.000 Teilnehmenden. Trotz der politischen Debattenverschiebung zeigten die Menschen: Klimaschutz bleibt ein zentrales Anliegen – und wirksamer Protest ist nötiger denn je. Zusammen mit anderen NGOs mobilisierte Campact e.V. mit Großplakaten, Online-Anzeigen und Video-Clips.
Nachhaltiges Engagement fördern
Together for Future legte mit der Demokratie-Stiftung Campact den Grundstein für nachhaltiges Engagement: Deutschlands erstes Stipendienprogramm für Klima-Aktivist*innen ging an den Start. Damit erhalten junge Engagierte die Möglichkeit, langfristig für Klimaschutz aktiv zu sein.
Volksentscheid in Hamburg auf den Weg gebracht
Mit vielen Ehrenamtlichen vor Ort und unserer Unterstützung konnten Fridays for Future in Hamburg rund 106.000 Unterschriften sammeln. Damit haben sie in der Hansestadt den Weg für einen Volksentscheid über ein besseres Klimaschutzgesetz geebnet. Im Oktober 2025 werden die Hamburgerinnen über das Gesetz abstimmen. Der Protest auf der Straße, das Engagement vor Ort und neue Wege der Beteiligung – all das zeigt, dass der Einsatz für eine klimagerechte Zukunft weiter wächst.
Fortschritte in der Verkehrspolitik
Auch für eine klimagerechte Verkehrspolitik haben wir erfolgreich gestritten. Über 230.000 Menschen unterstützten unseren Appell gegen klimaschädliche Autobahnprojekte wie die A5 bei Frankfurt – das Projekt hat seitdem an Schwung verloren.
Ein Tempolimit würde sofort Millionen Tonnen CO2 einsparen, trotzdem blockiert es die Politik seit Jahren. Nach dem Austritt von Verkehrsminister Volker Wissing aus der FDP nutzten wir das Momentum: Mit einem Eil-Appell für ein Tempolimit mobilisierten wir über 350.000 Menschen.
WeAct erreicht neue Rekorde
Petitionen gestartet
Unterschriften
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WeAct, die Petitionsplattform von Campact e.V., erzielte 2024 neue Rekorde: Mit 1.779 gestarteten Petitionen und über 6,6 Millionen gesammelten Unterschriften war der Wunsch nach Veränderung so stark wie nie.

Ob Proteste gegen rechtsextreme Hetze im öffentlichen Raum, Forderungen nach besseren Kinderrechten auf Instagram oder der Schutz ostdeutscher Ackerflächen vor Investor*innen – auf WeAct verwandelten sich wichtige Anliegen in starke Kampagnen.
20 Jahre Campact: Preis für wirksames Engagement
Anlässlich des 20-jährigen Bestehens von Campact e.V. wurde erstmals der WeAct Bewegt-Was-Preis für die beste Petition auf unserer Petitionsplattform WeAct verliehen. Die Meeresschutzorganisation Ocean.Now! erhielt die Auszeichnung. Gleichzeitig ermöglicht der WeAct Impact Fund vielen Initiativen, ihre Kampagnen nicht nur zu starten, sondern auch groß zu machen.
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