Nimm mit 248.046 Campact-Aktiven Einfluss
auf aktuelle politische Entscheidungen.
18.06.2009 12:34
"Was ist das hier überhaupt, wer ist hier verantwortlich?" Staatssekretär Gerd Müller kommt dann doch noch vorbei, wenn auch mit reichlich Verspätung. Eine schnelle, hitzige Diskussion ("solche Formen des Protests finde ich grenzwertig", "nur 0,3 Prozent gehen in den Export, das spielt doch keine Rolle", "sie liegen völlig falsch") führt zum versöhnlichen: "Sie sind wenigstens noch aktive Bürger". Einig wird man sich heute allerdings nicht vor dem Auswärtigen Amt: Aber vielleicht bringen mehr als 32.000 Unterschriften im Landwirtschaftsministerium wenigstens zu denken.

18.06.2009 11:48

Die Milch ist sauer: Während die Limousinen mit den Teilnehmern des Außenwirtschaftstags schon an uns vorbeigezogen sind, muss der Staatssekretär im Auswärtigen Amt noch letzten Small Talk halten. Macht nichts: Die Presse wartet, aber wir haben ja "Frau Aigner", die mit einem kräftigen Zug am Milch-Exportsubventionen-Container die aufgestellten Milchkannen der Bauern zu Fall bringt. Milch-Dumping mal anders...

18.06.2009 11:20

Im Auswärtigen Amt wird noch diskutiert. Draußen auch: Die Redner fangen auch ohne hohen politischen Besuch schon einmal an:
Marita Wiggerthale, Oxfam: "Exportsubventnionen zerstören Lebensgrundlagen! Das ruinöse Preisdumping auf dem Weltmarkt geht auf Kosten der armen Länder".
Tobias Reichert, Germanwatch: "Dass die Idee die deutsche und europäische Landwirtschaft auf Weltmarkt zu trimmen gescheitert ist zeigen die Exportsubventionen deutlich. Der Versuch das zu reparieren, macht die Situation nur schlimmer".
Bernd Voß Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft/Bund deutscher Milchviehhalter: "Wir müssen bäuerliche Strukturen fit machen für Zukunftsaufgaben und fordern einen fairen Milchpreis hier und weltweit!
Anne Leonhardt, Campact: "Exportsubventionen nützen den Bauern im Norden nichts - im Süden zerstören sie aber Existenzen"
18.06.2009 10:48
Los gehts: Wir sind bereit - fehlt nur noch Staatssekretär Gerd Müller...
18.06.2009 10:00
Pressekonferenz des Freundeskreises des Weltagrarberichts mit Vertretern der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Campact, Germanwatch und Oxfam: Schlussmachen mit den Missständen bei den EU-Agrarsubventionen!
Thomas Rewe, Agrarexperte aus Kenia und Berater von Brot für die Welt/EED: "Afrikanische Kleinbauern haben keine Chance - Das sind keine Subventionen, sondern Milch-Dumping!"
Prof. Hartmut Grassl, Vorstandmitglied der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler VDW: "Agrarsubventionen nur noch an klima- und umweltfreundliche Betriebe zahlen"
18.06.2009 9:25
Wir bauen auf...
Kommen Sie zur Aktion beim Außenwirtschaftstag von Landwirtschaftsministerium und Ernährungswirtschaft am Donnerstag, den 18.6. in Berlin!
„Fit for global Business“ – unter diesem Motto zelebriert Landwirtschaftsministerin Aigner am Donnerstag den Agrar-Außenwirtschaftstag in Berlin. Bei diesem Termin diskutieren Vertreter der Ernährungswirtschaft, Politik und Verwaltung mit welchen Mitteln der Kampf um Weltmarktanteile der deutschen Lebensmittelkonzerne geführt werden kann. Dabei ist anscheinend jedes Mittel recht: Die im Januar von der EU wiedereingeführten Exportsubventionen für Milch schaffen Hunger und Not in armen Ländern. Milchprodukte aus Europa überschwemmen dortige Märkte zu Preisen, mit denen lokale Milchbauern nicht mithalten können. Jetzt will Ilse Aigner die Subventionen auch noch erhöhen!
Gleichzeitig steht in Deutschland jeder fünfte Milchbetrieb vor dem Aus. Doch den Milchbauern ist klar, dass Exportsubventionen mittelfristig auch hier die Milchpreise zerstören. Deshalb unterstützen die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und der Bund Deutscher Milchviehhalter die Aktion. Eine andere EU-Agrarpolitik muss den Bauern faire Preise garantieren, die ihre Milch nach hohen Standards herstellen. Die Subventionierung der Lebensmittelkonzerne ist zu beenden.
Gegen 11 Uhr wird Staatssekretär Gerd Müller im Namen von Ministerin Aigner unseren Appell für den Stopp der Subventionen entgegen nehmen, unterzeichnet von über 26.000 Campact-Aktiven. Mit einer Aktion führen wir Müller und der Öffentlichkeit die Folgen der Subventionen drastisch vor Augen: Ein riesiger Schiffscontainer mit der Aufschrift „Milch-Exportsubventionen“ wird an einem Kran über vielen großen Milchkannen schweben. Er droht, die bäuerliche Landwirtschaft „platt“ zu machen.
Informieren Sie uns doch mit einer Mail an aktion@campact.de, wenn Sie zur Aktion kommen wollen.
Hier noch einmal die genaue Uhrzeit und Karte:
Wenn Sie nicht zur Aktion kommen können, freuen wir uns auch sehr über eine Spende. Container, Kran, Milchkannen und die anderen Materialien werden uns etwa 2.800 Euro kosten Zur Spendenseite
.