Mehrwertsteuer? Finger Weg! Es gibt Alternativen!


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Bundestag beschließt Erhöhung der Mehrwertsteuer

Mit den Stimmen von SPD und CDU/CSU und gegen heftigen Widerstand der Opposition beschloss heute der Bundestag die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozentpunkte ab dem 1.1.2007. 396 Abgeordnete für die Steueranhebung, 146 dagegen und drei enthielten sich. Die Regierungskoalition verfügt über 448 Mandate, die drei Oppositionsparteien zusammen über 166. Im Juni muss der Bundesrat dem Gesetz noch zustimmen, was jedoch als sicher gilt.

Damit haben wir unser Kampagnenziel leider nicht erreicht, eine Erhöhung der Mehrwertsteuer zu verhindern. Unsere Kritik an der Anhebung der Mehrwertsteuer, dass diese Gift für die Konjunktur und sozial äußerst ungerecht ist, wurde leider von der großen Koalition nicht erhört. Wir glauben mit der Kampagne aber zumindest Druck für eine sozial gerechtere Steuerpolitik entfaltet zu haben. Die von uns vorgeschlagenen Alternativen wie ein konsequentes Schließen von Steuerschlupflöchern, eine angemessene Besteuerung von Unternehmensgewinnen, größeren Erbschaften und Vermögen und einer forcierten Verfolgung von Steuerhinterziehung bleiben weiter aktuell.

Wir möchten uns bei den Tausenden Campact-Aktiven, die die Online-Aktionen im Rahmen der Kampagne unterstützt haben, herzlich dafür bedanken.

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Übersicht: Die Antworten Ihrer Abgeordneten

2148 Menschen haben im Rahmen der Online-Aktion der Kampagne an die Abgeordneten ihres Wahlkreises geschrieben. Wir veröffentlichen die Antworten etlicher Abgeordneter.

Lesen Sie die Antwortbriefe.


Campact-Interview mit dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. Lorenz Jarass

"Die Konjunktur wird weiter abgebremst. Dann wird das nächste Sparprogramm zu Lasten der kleinen Leute aufgelegt."

Campact: Herr Prof. Jarass, welche Auswirkungen hätte eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf die Konjunktur?

Prof. Lorenz Jarass Jarass: Die normalen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden trotz der Senkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung um 1% durch die Mehrwertsteuer-Erhöhung und die anderen Sparmaßnahmen unter dem Strich belastet, Rentner, Studenten, kleine Freiberufler etc. noch stärker. Die Einkommen werden auch im nächsten Jahr nicht steigen. Damit ist klar: Die zusätzlichen Belastungen führen zwingend zu einem weiteren Rückgang der Binnenkonsumnachfrage. Die Konjunktur wird weiter abgebremst. Dann wird von der Großen Koalition das nächste Sparprogramm zu Lasten der kleinen Leute aufgelegt. mehr

Die eigenen Argumente sind die Besten:

SPD-Plakat

Senden Sie der SPD ihre Argumente aus dem Wahlkampf!

"Merkelsteuer - das wird teuer" tönte die SPD im Wahlkampf. Auf der Wahlkampf-Webseite hatte die Partei überzeugende Argumente zusammengetragen. Nach der Wahl ist alles vergessen. 3535 Bürger/innen haben an unserer E-Mail-Aktion teilgenommen und die Finanzpolitiker/innen der SPD an ihr Wahlversprechen erinnert.

Die Aktion wurde inzwischen beendet. Vielen Dank für Ihre Teilnahme.




 

Diese Kampagne ist beendet und wird daher nicht mehr aktualisiert.
Unsere aktuellen Kampagnen finden Sie unter campact.de.



 Kampagnenlogbuch

19.05.2006
Bundestag beschließt Erhöhung der Mehrwertsteuer

11.05.2006
Kabinett beschließt Steueränderungsgesetz

26.04.2006
Gegenwind für erhöhte Mehrwertsteuer – Laues Lüftchen für mehr Steuereinnahmen aus Spitzeneinkommen und Unternehmensgewinnen
Mehr im Logbuch 

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 Aktuelle Meldungen

Deutschlandfunk
19.05.2006
Bundestag entscheidet über Mehrwertsteuererhöhung

Netzeitung
17.05.2006
Haushaltsausschuss billigt Steuerpläne

Süddeutsche Zeitung
11.05.2006
Herbe Kritik an den Steuerbeschlüssen der Koalition
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